Es war ein nebliges Wochenende im November und wir trafen uns zum Fotografieren, Eisenhüttenstadt und uns gegenseitig.
In den fünfziger Jahren ist Eisenhüttenstadt als kommunistische Musterstadt samt Stahlwerk geplant und gebaut worden, was zu einem sehr eigenen Stadtbild führte. Seit der Wende hat Eisenhüttenstadt einen eklatanten Bevölkerungsschwund zu verzeichnen was sich auch an verwaisten Gebäuden und den leeren Straßen bemerkbar macht, der Nebel verstärkte diesen Eindruck.
Untergekommen sind wir bei der AWO im Jugendwohnheim in der Karl-Marx-Straße Ecke Straße-der-Republik, einem großen Gebäude mit vielen Zimmern von denen jedes seinen sehr speziellen Charme hat.
Inklusive mir waren wir 14 Personen und es war sehr spannend die Leute kennenzulernen die man bisher nur über ihre Fotos aus dem Internet kannte bzw. nette Menschen die man lange nicht gesehen hat wieder zu treffen.
Als ich mir meine entwickelten Fotos anschaute habe bemerkte ich, dass ich es wohl spannender fand die Leute zu fotografieren als die Umgebung, auch wenn sich Eisenhüttenstadt in fotogenen Nebel hüllte.












